Silberfische

Aussehen

Das Silberfischchen, umgangssprachlich auch Silberfisch genannt (Lepisma saccharina) gehört zur Ordnung der Fischchen. Es wird aufgrund seiner Vorliebe für Zucker und Stärke auch Zuckergast genannt.
Der bloße Körper des Schädlings ist zwischen sieben und zwölf Zentimeter lang und hat mehrere Antennen. Der flügellose Körper des Insekts ist in der Mitte etwas breiter und ist mit silbrig-glänzenden Schuppen bedeckt. Die charakteristischen Schuppen treten nach der dritten Häutung auf und haben dem Tier ihren Namen gegeben. Die Jungtiere ähneln den ausgewachsenen Exemplaren. Allerdings sind sie etwas kleiner und haben keine Schuppen.

Lebensweise

Die Tiere pflanzen sich in der Dunkelheit fort. Ein Weibchen legt zirka 20 Eier in Spalten und Fugen, welche zwischen 25 und 30 Grad Celsius warm sind. Die Futtersuche findet ebenfalls im Dunkeln statt, die Tiere bevorzugen stärkehaltige Stoffe. Sie fressen aber auch Leinen, Baumwolle, Kunststoffe und Papier. Silberfischchen werden bis zu fünf Jahre alt.

Vorkommen

Da die Tiere ausschließlich feuchtwarmes Klima vertragen, kommen sie in Deutschland vorwiegend in Wohnungen vor. Das Badezimmer und die Küche bieten den Schädlingen optimale Lebensbedingungen.
Silberfischchen sind nachtaktiv und sehr lichtscheu. Den Tag verbringen sie in dunklen Spalten, hinter Fußleisten oder unter dem Kühlschrank. Dadurch sind sie am Tag nur sehr schwer zu entdecken und ein Befall bleibt lange Zeit unbemerkt.

Wie schützt man sich vor einem Befall?

Silberfischchen sind in Europa weit verbreitet und besiedeln auch viele deutsche Badezimmer. Um das Befallsrisiko zu minimieren hilft es, die Bedingungen für die Schädlinge so unangenehm wie möglich zu gestalten. Dabei spielt besonders die Luftfeuchtigkeit eine entscheidende Rolle.
Um die Luftfeuchtigkeit zu senken ist das Durchlüften der Räume zwei- bis dreimal am Tag ratsam. Zudem sollte nasse Wäsche nicht in der Wohnung getrocknet werden. Trotz dieser vorbeugenden Maßnahmen können Silberfischchen auftreten.

Welche Probleme verursachen Silberfischchen?

Silberfischchen übertragen keine Krankheiten und verursachen in einer kleinen Population kaum Schaden. Eine größere Population kann allerdings zu Sachschäden führen, da die Tierchen oft die Tapete anfressen.
Zudem wird das Auftreten von Silberfischchen oftmals als ein Zeichen mangelnder Hygiene und Sauberkeit gedeutet. Dies ist den Betroffenen sehr unangenehm.

Wie kann man Silberfischen bekämpfen?

Es ist nervenaufreibend, Silberfischen selbst zu bekämpfen, da die Schädlinge sehr lichtscheu und äußerst flink sind. Dies ist auch der Grund, warum ein Befall häufig erst sehr spät bemerkt wird. Zudem können die Insekten mehrere Monate ohne Nahrung überleben und vermehren sich schnell, auch bei der Anwesenheit natürlicher Fressfeinde. Ein Fachmann hat die Erfahrung und die fachgerechten Mittel um Silberfischchen zu bekämpfen – schnell und unkompliziert.