Lebensmittelmotten

Aussehen

In Deutschland leben zwei verschiedene Lebensmittelmotten: die Dörrobstmotte und die Mehlmotte.
Die Mehlmotte hat eine Flügelspannweite von 20 bis 25 Millimetern. Die Dörrobstmotte ist mit einer Flügelspannweite von 12 bis 20 Millimetern deutlich kleiner.
Die Mehlmotte hat blaue bis silbrig-graue Vorderflügel mit einem zickzackförmigen Muster und braunen Punkten. Die hinteren Flügel sind von heller Farbe und weisen ein gelb- bis rotbraunes Netzmuster auf.
Bei der Dörrobstmotte variiert die Färbung je nach Ernährung zwischen weiß, rot oder grün. Hinzu kommt ein Muster aus Punkten und Strichen, welches meist von dunkler Farbe ist.
Die Larven der Lebensmittelmotte sind zirka zwei Zentimeter lang und schlüpfen aus kleinen weißen oder roten Eiern.

Lebensweise

Lebensmittelmotten sind ausschließlich nachtaktiv. Tagsüber sitzen sie meist an den Wänden, wo man sie aufgrund des Kontrastes sehr gut erkennen kann.
Die Motte selbst frisst nichts. Lediglich ihre Larven vergreifen sich an den Lebensmittelvorräten der Menschen. Sobald sie geschlüpft sind, machen sich die Larven über die Vorräte her. Dabei haben sie keine speziellen Vorlieben: Von Getreideprodukten über Hülsenfrüchte und Gewürze fressen sie alles, was sie finden können.
Nach etwa sechs Wochen verpuppen sich die Larven. Zwanzig Tage später schlüpft die Motte bei optimalen Bedingungen. Sind die äußeren Einflüsse nicht optimal, kann eine Motte mehrere Monate im Puppenstadium verharren und so beispielsweise überwintern.
Nach dem Schlüpfen finden sich Männchen und Weibchen zusammen, um sich zu paaren. Ein Weibchen legt bis zu 400 Eier in ihrem kurzen Mottenleben. Die Motte selbst lebt nur zehn bis vierzehn Tage.

Vorkommen

Bei der Mehlmotte wird angenommen, dass sie ursprünglich aus Mittelamerika stammt. Durch den Getreidehandel konnte sich die Art global ausbreiten.
Allgemein sind Lebensmittelmotten als Vorratsschädlinge bekannt. Sie halten sich demzufolge bevorzugt in der Nähe von Nahrungsmitteln auf.
Alle Räume, die Lebensmittel enthalten, wie Küchen, Vorratskammern oder Kühlschränke, dienen den Schädlingen als Lebensraum.
Die Dörrobstmotte ist die in Deutschland am häufigsten vorkommende Lebensmittelmottenart. Sie bevorzugt beheizte Räume, um sich fortzupflanzen.

Wie schützt man sich vor einem Befall?

Lebensmittelmotten verirren sich nicht durch Fenster oder Türen in einen Haushalt. Sie werden in den meisten Fällen vom Einkauf aus dem Supermarkt mitgebracht.
Daher sollten Lebensmittel, vor allem Obst und Gemüse, immer genau geprüft werden. Befinden sich Löcher oder kleine Gänge darin, ist anzunehmen, dass ein Schädling darin wohnt.
Auch bei verpackten Lebensmitteln ist auf Beschädigungen zu achten: Sieht eine Verpackung angefressen aus, so kann das ein Indiz für Lebensmittelmotten sein.
Zusätzlich sollten Getreideprodukte, Tee oder Gewürze in geschlossenen Behältnissen gelagert werden.
Diese Maßnahmen können einem Befall zwar vorbeugen, ihn aber nicht komplett verhindern.

Welche Probleme verursachen LEBENSMITTELMOTTEN?

Da die Motten selbst nichts fressen, richten sie kaum Schaden an. Die eigentlichen Schädlinge sind die Larven.
Wenn sich die Larven der Lebensmittelmotte in Nahrungsmittel fressen, sollten beschädigte Lebensmittel nicht mehr verzehrt werden. Neben dem Sachschaden an den Nahrungsmitteln entstehen auch Kotablagerungen in diesen, welche sie ungenießbar machen.
Zudem kann der Kot der Larven zu Magen-Darm- oder Haut-Erkrankungen beim Menschen führen.

Mit welchen Methoden kann man LEBENSMITTELMOTTEN bekämpfen?

Um Lebensmittelmotten zu bekämpfen, muss zunächst bestimmt werden, um welche Art es sich handelt. Dazu eignen sich Lockstofffallen, welche das Sexualhormon der weiblichen Motten enthalten. So werden die Männchen angelockt und bleiben in der Falle kleben.
Da die Motten mehrere Monate als Puppe überleben können, ist es ein langer Prozess, Lebensmittelmotten zu bekämpfen.
Daher empfiehlt es sich, einen Fachmann aufzusuchen und seinen Rat einzuholen.