Kleidermotten

Aussehen

Die Kleidermotte trägt den lateinische Namen Tineola bisselliella. Sie ist eine recht kleine, unscheinbare Motte. Kleidermotten erreichen eine Körperlänge von vier bis neun Millimetern und eine Flügelspannweite von zehn bis fünfzehn Millimetern. Je nach Ernährung der Schädlinge ist deren Flügelfarbe hellgelb bis dunkelbraun. Die Flügel selbst haben kein Muster, sind jedoch am Rand ausgefranst. Die Larven der Kleidermotte werden bis zu zehn Millimeter groß.

Lebensweise

Die Larven der Kleidermotte ernähren sich von keratinhaltigem Material. Dazu gehören Haare, Federn oder Wolle. Vor allem letzteres finden sie in Kleiderschränken. Eine Kleidermotte lebt, nachdem sie aus ihrer Puppe geschlüpft ist, etwa zwölf bis achtzehn Tage. Während dieser Zeit fressen sie nicht mehr, da ihre Mundwerkzeuge verkümmert sind. Ein Weibchen legt 100 bis 250 Eier im Laufe ihres Lebens. Diese legt sie in Kleiderschränke, damit die Larven genug Nahrung finden. Nachdem die Larven geschlüpft sind, fressen sich diese durch die Kleidung, um sich anschließend zu verpuppen.

Vorkommen

In der Natur lebende Kleidermotten bewohnen meist die Nester von Vögeln oder Säugetieren. Dort können die Larven sich von den Federn oder Haaren der Tiere ernähren. Kleidermotten kommen weltweit vor. Sie bevorzugen dunkle und trockene Räume als Lebensraum. Daher kommen sie oft in Kleiderschränken vor. Die Entwicklung der Larven wird durch hohe Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt.

Wie schützt man sich vor einem Befall?

Es ist nicht möglich, sich vollkommen vor Kleidermotten zu schützen. Im Sommer fliegen die Motten oft unbemerkt durch offene Fenster oder Türen herein und legen ihre Eier ab. Um einem Mottenbefall vorzubeugen, können Produkte mit ätherischen Ölen verwendet werden. Der Geruch des Öls schreckt die Motten ab. Besonders verbreitet ist der Einsatz von Mottenkugeln, welche ebenfalls ätherische Öle enthalten. Außerdem können spezielle Klebefallen helfen, einen Mottenbefall frühzeitig zu erkennen. Die Fallen enthalten einen Lockstoff, welcher die männlichen Motten anlockt. Diese bleiben in der Falle kleben.

Welche Probleme verursachen Kleidermotten?

Kleidermotten gehören zu den Materialschädlingen. Die Larven der Schädlinge richten mit ihren kräftigen Beißwerkzeugen erheblichen Schaden an Wolltextilien, Daunen oder Fellen an. Obwohl die Larven synthetische Materialien, Baumwolle, Jute oder Natur- und Kunstseide nicht verdauen können, zerfressen sie derartige Stoffe dennoch. Diese Materialien benötigen sie für den Bau ihres Kokons. Die Kleidermotten sind für den Menschen zwar nicht gefährlich, allerdings verrichten die Larven einen großen Materialschaden.

Mit welchen Methoden kann man Kleidermotten bekämpfen?

Um Kleidermotten zu bekämpfen, können Kontaktinsektizide oder Klebefallen eingesetzt werden. Diese sollten auf die Aufenthaltsorte der Motten und Larven aufgetragen werden. Klebefallen allein reichen allerdings nicht um Kleidermotten zu bekämpfen, da durch diese ausschließlich die männlichen Exemplare angelockt werden. Es ist ratsam, einen Fachmann aufzusuchen um Kleidermotten zu bekämpfen. Dieser besitzt das notwendige Know-How und verfügt über eine fachgerechte Ausrüstung.