Kellerasseln

Aussehen

Kellerasseln (Porcellia scaber) sind zwischen 14 und 20 Zentimeter lange Krebstiere. Ihr Körper ist oval-flach geformt und auf der Oberseite grau bis braungrau gefärbt. Zudem ist der Körper in Segmente gegliedert, das charakteristische Außenskelett aus Chitin. Der Rand des Rumpfes ist weißlich gesäumt. An der oberen Vorderseite befinden sich zwei Antennenpaare, von denen aber nur eines sichtbar ist. Wenn man eine Kellerassel umdreht, kann man ihre Fresswerkzeuge unter einer Lupe sehen. Kesserasseln erzeugen bei den meisten Menschen aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes Ekel.

Lebensweise

Kellerasseln sind überwiegend in der Nackt aktiv und kommen dann aus ihren Verstecken, um auf Nahrungssuche zu gehen. Mit ihren 14 Beinen, die sich wellenartig bewegen, kommen die Tiere schnell voran.
Die Kellerassel ernährt sich größtenteils von abgestorbenen Pflanzen und leistet damit einen Beitrag zu einem gesunden Biosystem. Die Tiere wachsen, indem sie ihr starres Außenskelett abstreifen. Auch dieses wird verzehrt.
Die Weibchen werden in der Regel erst nach zwei Jahren geschlechtsreif. Sie bilden nach der Begattung einen Brutbeutel mit Eiern an der Unterseite ihres Körpers aus. Es dauert 40 bis 50 Tage, bis aus den Eiern die Jungtiere schlüpfen. Eine Kellerassel entlässt, je nach Größe des Weibchens, 10 bis 70 Jungtiere.

Vorkommen

Da die Kellerassel, wie auch andere Asselarten, von Meerestieren abstammt, ist diese auf eine feuchte Umgebung angewiesen. Daher leben Kellerasseln eher in feuchten Habitaten, wie Laubschichten in Wäldern, Hecken, Büsche, Flussränder oder Gärten. Oftmals halten sich die Tiere unter Steinen oder an anderen dunklen und nassen Orten versteckt.
Ursprünglich stammt die Kellerassel aus Westeuropa. Als Gefolge des Menschen hat sie sich inzwischen weltweit angesiedelt und hält sich vorwiegend in der Nähe von bebauten Gebieten auf.

Wie schützt man sich vor einem Befall?

Um sich vor einem Befall zu schützen ist es ratsam, die Bedingungen für die Kellerasseln so unangenehm wie möglich zu gestalten. Die Luftfeuchtigkeit sollte deswegen stets niedrig gehalten werden. Dafür ist häufiges und richtiges Lüften essentiell. Außerdem sollte das Badezimmer nach dem Duschen oder Baden immer gut durchlüftet werden. Im Winter empfiehlt sich das sogenannte Stoß- und Querlüften, um nicht zu viel Wärme zu verlieren. Eine gute Dämmung und eine konstante Raumtemperatur schrecken die Kellerasseln ebenfalls ab.

Welche Probleme können durch Kellerasseln entstehen?

Kellerasseln gehören genau genommen nicht zu den Schädlingen, da sie von Natur aus keine Lebensmittelvorräte angreifen, Materialien schädigen oder Krankheiten übertragen – zumindest nach dem jetzigen Stand der Forschung.
Allerdings können die Tiere trotzdem lästig sein, besonders weil es schwierig sein kann Kellerasseln zu bekämpfen. Zudem sehen die Tiere nicht besonders nett aus und lassen den betroffenen Raum schmutzig und unhygienisch wirken.

Wie kann man Kellerasseln bekämpfen?

Kellerasseln können mit Klebestreifen und ungiftigen Lockstoffen gefangen und unschädlich gemacht werden. Bei einem großen oder hartnäckigen Problem kann der Fachmann helfen, welcher die Erfahrung und die fachgerechte Ausrüstung hat.
Der Profi kann vor allem bei der Lokalisierung des Problems helfen, da es wichtig ist die Ursache zu erkennen, bevor man Kellerasseln bekämpfen kann.