Hornissen

Aussehen

Die Hornisse, welche den lateinischen Namen Vespa crabro trägt, ist die größte einheimische Wespenart. Die Königin wird 23 bis 35 Millimeter groß, die Arbeiterinnen erreichen eine Größe von bis zu 25 Millimetern. Die Drohnen sind zwischen 21 und 28 Millimetern groß.
Hornissen unterscheiden sich gut von Wespen, da die Körperfärbung deutlich roter als bei Wespen ist. So weist der mittlere Körperabschnitt überwiegend rote und keine gelben Bestandteile auf. Der Hinterleib gleicht dem der Wespen und ist schwarz-gelb gestreift.

Lebensweise

Jedes Hornissenvolk ist hierarchisch aufgebaut und besitzt nur eine Königin, welche für die Eiablage zuständig ist. Die Arbeiterinnen kümmern sich um die Pflege und Ernährung der Larven. Die Drohnen sind nur für die Befruchtung der Jungköniginnen zuständig und sterben danach.
Von einem Hornissenvolk können nur die Jungköniginnen überwintern. Diese bauen im Frühling ein neues Nest.
Hornissen fressen andere Insekten, dazu zählen Wespen, Raupen oder Fliegen. Ein mittelgroßes Volk erbeutet im Sommer pro Tag ungefähr ein halbes Kilo Insekten.

Vorkommen

Der Verbreitungsschwerpunkt der Hornissen liegt in Südasien. In Deutschland treten die Insekten seltener auf. Eichenwälder sind das einzige Umfeld, in denen Hornissen noch relativ häufig vorkommen.
Ansonsten nisten sie sich gern an Rollläden, auf Dachböden oder in Baumhöhlen ein.

Wie schützt man sich vor einem Befall?

Um zu verhindern, dass Hornissen in die Wohnung fliegen, können Insektenschutzgitter vor den Fenstern und Türen angebracht werden.
Es ist allerdings nicht möglich, einen Nestbau in der Nähe des eigenen Hauses oder der Wohnung zu verhindern. Das Nest bemerkt man in der Regel erst, wenn es schon recht groß ist und dann ist ein Umsiedeln des Hornissenvolkes als Laie zu gefährlich.

Welche Probleme können Hornissen verursachen?

Hornissenstiche werden als sehr viel gefährlicher wahrgenommen als Wespenstiche. Das entspricht allerdings nicht der Wahrheit. Trotz ihrer Größe sind Hornissenstiche nicht schmerzhafter oder gefährlicher als Wespenstiche. Der Spruch, dass sieben Hornissenstiche ein Pferd töten könnten und drei einen Menschen, stimmt also nicht.
Allerdings kann der Stich einer Hornisse, wie der einer Wespe, eine allergische Reaktion hervorrufen.
In der Regel stechen Hornissen aber nur, wenn sie gequetscht werden, ansonsten versuchen sie zu fliehen.

Wie kann man Hornissen bekämpfen?

Hornissen stehen unter Artenschutz und dürfen nicht einfach vernichtet werden. Sollte ein Hornissennest an einem Standort nicht tolerierbar sein, kann es von einem Fachmann umgesiedelt werden.
Um Hornissen zu bekämpfen und umzusiedeln ist eine Sondererlaubnis der zuständigen Naturschutzbehörde erforderlich, da man sich ansonsten strafbar macht.