Hausmarder

Aussehen

Der Hausmarder, auch Steinmarder genannt, gehört zur Familie der Marder und zählt zu den Raubtieren. Dies wird unter anderem am typischen Raubtiergebiss mit langen scharfen Eckzähnen deutlich. Das Tier hat einen schlanken Rumpf, die Gliedmaßen sind verhältnismäßig kurz. Der Schwanz ist buschig und erreicht etwa die halbe Länge des Körpers. Der Körper ist 40 bis 54 Zentimeter lang. Die Männchen werden etwas größer und schwerer als die Weibchen. Der Hausmarder unterscheidet sich durch seinen weißen und gegabelten Kehlfleck von anderen Marderarten. Das Fell ist graubraun.

Lebensweise

Marder sind grundsätzlich nachtaktiv und schlafen tagsüber in Scheunen, Dachböden, Reisighaufen, Felsspalten, Steinhaufen oder Gartenhütten. Die Nahrungssuche erfolgt in der Nacht. Die Tiere gelten als Allesfresser, sie bevorzugen allerdings Fleisch und Fisch. Sie fressen beispielsweise Kaninchen, Frösche, Nagetiere, Vögel und deren Eier. Wenn es die Umgebung zulässt, fressen die Tiere auch Beeren und Früchte. Hausmarder sind Einzelgänger und treffen sich nur zur Paarung. Die Paarung findet in der Regel zwischen Juni und August statt. Acht Monate später, im Frühjahr, werden die Jungtiere auf die Welt gebracht. Hausmarder werden in der freien Wildbahn drei bis zehn Jahre alt.

Vorkommen

Der Name Hausmarder stammt von der Gewohnheit des Tieres auf Dachböden oder in Gebäuden sein Nest zu bauen. Hausmarder gelten als Kulturfolger des Menschen und sind sehr anpassungsfähig. Sie wohnen oftmals in Städten oder sogar Großstädten, können aber auch natürlichere Lebensräume wie Wälder bewohnen.

Wie schützt man sich vor einem Befall?

Da sich Hausmarder oftmals auf Dachböden einnisten, sollte darauf geachtet werden, Einschlupflöcher zu verschließen. Diese sollten komplett verschlossen werden, da der Hausmarder sehr beweglich und schlank ist. Marder suchen oft Zuflucht unter oder in einem Auto – daher auch die Bezeichnung „Automarder“. Dies kann durch einen Holzrahmen, der mit Maschendraht bespannt ist, verhindert werden. Das Marderschutzgitter kann unter das Auto gelegt werden, um das Eindringen des Marders in die Motorräume zu verhindern. Zusätzlich werden im Handel verschiedene Duftpräparate angeboten. Deren Wirksamkeit ist allerdings umstritten. Zudem kann Ultraschall verwendet werden, um Marder abzuwehren. Diese Methode funktioniert häufig.

Welche Probleme können Hausmarder verursachen?

Marder können sich auf Dachböden einnisten und die Hausbewohner belästigen, da die Tiere nachtaktiv sind und so den Schlaf erheblich stören. Zudem klettern Hausmarder in Autos, um dort Zuflucht zu finden. Im Motorraum hinterlassen sie eine Reviermarkierung. Der nächste Marder wird von dem Geruch des Kontrahenten angelockt und aggressiv gemacht. Dabei zerstört er Kabel und Schläuche. Durch diese Beschädigung entsteht nicht nur ein hoher Sachschaden. Ein unbemerkter Motorschaden kann zudem zu einem Unfall führen. Ein Hausmarder kann verschiedene Krankheiten übertragen. Dazu zählt unter anderem die Tollwut oder Staupe, eine für den Hund sehr gefährliche Krankheit. Zudem können die Tiere von Parasiten, wie beispielsweise Flöhen oder Milben, befallen sein.

Wie kann man Hausmarder bekämpfen?

Hausmarder unterliegen dem Jagdrecht. Daher dürfen sie durch Fallen gefangen oder geschossen werden. Allerdings ist dafür ein Jagd- oder Fallenschein notwendig, da es sich ansonsten um eine Straftat handelt. Zudem gilt es, jagdrechtliche Schonzeiten einzuhalten. Einen Hausmarder zu bekämpfen ist aus rechtlichen Gründen nicht einfach.
Deswegen sollte unbedingt ein Profi aufgesucht werden. Dieser kann einen Marder bekämpfen, da er sich mit der rechtlichen Situation auskennt. Zudem verfügt der Fachmann über das Wissen und die Mittel, um einen Marder zu bekämpfen.