Hausbock

Aussehen

Der Hausbock, welcher den lateinischen Namen Hylotrupes bajulus trägt, ist ein Käfer. Die Tiere sind meist dunkelbraun bis schwarz und fein behaart. Die Männchen erreichen eine Größe von sieben bis sechzehn Millimetern, die Weibchen werden bis zu 21 Millimeter groß. Man erkennt die Weibchen, neben der Größe, an einer ausstülpbaren Legeröhre. Diese ist ungefähr so groß wie der Körper des Käfers. Die Larven dieser Käfer sind weiß und werden bis zu 25 Millimeter groß.

Lebensweise

Die Larven des Hausbocks ernähren sich von Holz. Dabei bevorzugen sie vor allem das junge Splintholz. Ausgewachsene Hausbockkäfer fressen nichts mehr. Hausbockkäfer paaren sich im Juli und August. Das Männchen sucht einen Baum anhand des Geruchs aus. Hat es seine Wahl getroffen, setzt es Duftstoffe frei, um das Weibchen anzulocken. Nachdem das weibliche Tier begattet wurde, legt es die Eier in Rissen des Baumes ab. Ein einziges Weibchen kann bis zu 1000 Eier legen!
Nach drei bis vier Wochen schlüpfen die Larven aus den Eiern und beginnen Gänge in das Holz des Baumes zu fressen. Selbst bei optimalen Bedingungen dauert es zwei Jahre, bis eine Larve zur Puppe wird. Bei schlechteren Lebensumständen kann dieser Lebensabschnitt bis zu zehn Jahre dauern. Die voll entwickelten Käfer schlüpfen im Mai bis August aus der Puppe. Sie verlassen den Baum durch ein ovales Loch, welches etwa drei mal sieben Millimeter groß ist. Der Käfer selbst lebt lediglich zur Befruchtung beziehungsweise Eiablage. Daher werden die Hausbockkäfer nur drei bis vier Wochen alt.

Vorkommen

Natürlicherweise leben Hausbockkäfer im Wald, wo sie vor allem Nadelbäume befallen. Wenn sie verbautes Holz befallen, bevorzugen sie ebenfalls Nadelhölzer wie Fichte oder Lärche, welche nicht imprägniert wurden. Meist besiedeln die Schädlinge Holz, welches im äußeren Bereich verbaut ist. Oft finden man sie im Dachgebälk eines Hauses. Seltener kommen sie in Möbeln oder unteren Etagen eines Hauses vor. Die Larven des Hausbocks bevorzugen feuchtes Holz. Daher befallen die Käfer oft junges Holz. Trotzdem ist älteres Holz nicht gänzlich vor einem Befall geschützt.

Wie schützt man sich vor einem Befall?

Da Hausbockkäfer vor allem von Splintholz leben, sollte beim Bau auf ein Holz mit entsprechend geringem Splintholzanteil geachtet werden. Außerdem sollte das Holz keinen unnötigen Temperaturschwankungen ausgesetzt werden, da das zu Rissen führen kann, welche dem Hausbock zur Eiablage dienen. Zusätzlich sollte auch bereits verbautes Holz immer gut für Kontrollen zugänglich sein, da man einem Hausbockbefall nicht zu 100% vorbeugen kann.

Welche Probleme verursacht der Hausbock?

Besteht der Verdacht auf einen Hausbockbefall, so muss das betroffene Holz oft aufgebrochen werden, um das Ausmaß abschätzen zu können. Von außen kann man das Ausmaß meist wegen mangelnder Spuren nicht abschätzen. Für den Menschen selbst sind diese Schädlinge nicht gefährlich. Der Schaden, den die Käfer anrichten, kann dennoch enorm werden: Ein von Hausbockkäfern durchfressener Balken kann beispielsweise bei einem Gewitter oder Sturm brechen und so zum Einsturz des gesamten Dachstuhls führen.

Mit welchen Methoden kann man den Hausbock bekämpfen?

Wegen der möglichen Einsturzgefahr eines Gebäudes, muss unbedingt ein Fachmann konsultiert werden. Ein Laie besitzt nicht das notwendige Wissen, um den Holzbock zu bekämpfen. Der Experte hingegen hat Erfahrung und eine fachgerechte Ausrüstung, um gegen den Schädling vorzugehen.