Ameisen

Aussehen

In Deutschland gibt es mehrere Ameisenarten, welche als Schädling bekannt sind. Dazu gehört die braune Wegameise, deren Arbeiterinnen eine Körpergröße von drei bis vier Millimetern erreichen. Die Königin kann sogar bis zu zehn Millimeter groß werden.
Der Kopfbereich der Tiere ist hell bis bronze-braun. Im mittleren Körperabschnitt sind sie von einem hellen, gelblichen Braun. Der Hinterleib ist dunkelbraun, bei einigen Exemplaren sogar fast schwarz.
Die männlichen und weiblichen König/innen werden größer als die Arbeiterinnen. Außerdem haben sie Flügel. Nachdem die Weibchen begattet wurden, werfen sie diese jedoch ab.

Lebensweise

Schädliche Ameisenarten legen ihre Nester bevorzugt in morschem Holz an. Entgegen des allgemeinen Irrglaubens fressen die Ameisen jedoch kein Holz, da sie dieses nicht verdauen können.
Sie ernähren sich von Honigtau, Blatt- oder Rinderläusen. Gelegentlich stehen auch Insekten oder Insektenlarven auf dem Speiseplan der Ameisen.
Im Frühjahr bis zum späten Sommer schwärmen Männchen und Weibchen zur Partnersuche aus. Wenn die Ameisen zur Fortpflanzung ausschwärmen, finden sie sich oft vermehrt an Fenstern wieder. Das kann ein erstes Anzeichen für einen Ameisenbefall sein.

Vorkommen

Ameisen kommen in den Hölzern von Laubbäumen vor, das Holz von Nadelbäumen meiden sie. Ihr natürlicher Lebensraum ist in Wäldern oder Parks. Leider richten sie als Schädling auch erheblichen Schaden in Gebäuden an, in denen Holz verbaut ist.
Ameisen leben in typischen Nestern. Im natürlichen Habitat können bis zu 23 Ameisenvölker einer Art auf 100 Quadratmetern vorkommen.
In einem Ameisennest leben etwa 100.000 bis 1 Million Tiere.

Wie schützt man sich vor einem Befall?

Es ist schwer möglich, sich ganz vor einem Ameisenbefall zu schützen. Wenn eine junge Königin ausschwärmt, um ein neues Volk zu gründen, ist es nicht unwahrscheinlich, dass sie sich in einem Gebäude niederlässt.
Zudem können Ameisen, vor allem im Sommer, jederzeit durch geöffnete Fenster oder Türen in das Haus gelangen.
Ameisen bevorzugen vor allem Holz und Dämmmaterial, wie Styropor, um ihre Nester anzulegen. Besonders attraktiv für die Tiere ist feuchtes Holz oder Holz, das von Pilzen befallen ist. Beides kann durch einen Wasserschaden hervorgerufen werden.

Welche Probleme verursachen Ameisen?

Wenn sich die Tiere in einem Haus niedergelassen haben, ist es wichtig, ihr Nest genau zu lokalisieren, um die Ameisen bekämpfen zu können.
Dabei bedarf es allerdings einiges an Können, da Ameisen ihre “Ameisenstraßen” oft im gesamten Gebäude verlegen. Zudem stellen sie Wachposten auf, welche Alarm schlagen, sobald dem Nest Gefahr droht. So sind die Tiere in der Lage, ihr Nest schnell zu verlegen.
Den größten Schaden richten Ameisen an Holz an, da sie dieses aushöhlen, um ihre Nester darin anzulegen. Außerdem können Ameisen auf der Nahrungssuche Lebensmittelvorräte befallen, wobei besonders zuckerhaltige Nahrungsmittel bevorzugt werden. Während der Zeit der Larvenaufzucht benötigen die Ameisen vor allem eiweißhaltige Nahrung, die sie ebenfalls den menschlichen Vorräten entnehmen.
Das Problem ist, dass die Ameisen mit ihren Füßen, Fühlern und Beißwerkzeugen Lebensmittel mit Bakterien und Keimen verschmutzen, welche für den Menschen gesundheitsschädlich sein können. Daher ist es äußerst wichtig, einen Ameisenbefall zu erkennen und die Ameisen zu bekämpfen.

Mit welchen Methoden kann man Ameisen bekämpfen?

Bei einem Befall mit Ameisen sollte zunächst abgeschätzt werden, wie groß die Ameisenpopulation ist. Am besten geht dies mit Klebefallen. So kann leicht lokalisiert werden, wo sich das Ameisennest befindet, da man dort ansetzen muss, um die Ameisen zu bekämpfen.
Es ist ratsam, einen Experten die Ameisen bekämpfen zu lassen. Dieser hat die notwendige Erfahrung und Ausrüstung, um die Tiere fachgerecht zu entfernen.