Wühlmäuse bekämpfen

Wie immer zuerst die Inspektion

Wühlmäuse bekämpfen: Grundlage einer erfolgreichen Wühlmausbekämpfung ist, wie bei der Mäusebekämpfung schon erwähnt, eine gründliche und gute visuelle Inspektion. Hierbei ist besonders wichtig, herauszufinden, ob man eine Wühlmausbekämpfung oder eine Maulwurfvertreibung durchführen muss. Die ist besonders leicht am Schadbild zu erkennen, denn Wühlmäuse richten neben der Zerstörung der Flächen durch ihre Gänge auch noch erhebliche Fraßschäden an Pflanzen an. Außerdem erkennt man einen Wühlmausbefall an der Art des Hügels. Wühlmäuse wühlen die Erde durch ein seitliches Loch auf, d.h. der Gangeingang befindet sich seitlich vom Wühlmaushaufen. Der Erdhügel enthält oft Wurzeln und Pflanzenteile und ist in der Regel auch nicht so hoch wie ein Maulwurfhaufen. Nähere Informationen erhalten Sie über unseren Telefonservice.

Auch die Lebensweise müssen wir kennen

Die Wühlmaus kommt nur zur Wanderung und Paarung an die Erdoberfläche, selten zur Nahrungsaufnahme. Die Wühlmaus hält keinen Winterschlaf. Die Gänge der Wühlmaus sind geschlossen, nur am Wasser oder wenn Junge im Bau sind, sind diese geöffnet. An den Gangwandungen sind die Wurzeln fein säuberlich abgefressen. Die Wühlmaus legt Vorratskammern an, in denen sie Wurzeln, Zwiebeln, Knollen u. a. lagert. Die Wühlmaus pflanzt sich 2-4 x pro Jahr mit jeweils 4-6 Jungen fort. Die Tragezeit beträgt 20 – 22 Tage. Bereits nach etwa 2 Monaten erreichen die Tiere die Geschlechtsreife. Die Lebensdauer beträgt selten mehr als 9 Monate.

Bekämpfungsplan erstellen und Mäusebekämpfung durchführen

Bei der Wühlmausbekämpfug kann man unterschiedliche Bekämpfungsmaßnahmen durchführen. Einige davon sollten aufgrund der Anwendergefährdung nur von Fachfirmen durchgeführt werden. Für Privatanwender empfehlen wir nicht giftige Gaspräparate, z.B. DELU Wühlmausgas oder Fraßköder sowie gängige Fallensysteme. Die Anwendung von Phosphorwasserstoffgasen halten wir für den Privatanwender nicht für vertretbar. Zur Beköderung mit einem Fraßköder muss man wissen, wie zuvor in der Lebensweise beschrieben, dass Wühlmäuse zum Herbst hin Vorräte anlegen,sodass die Abtötung nicht zeitnah passieren kann, sondern erst über den Winter passiert. Fallensysteme müssen vorsichtig nach Gebrauchsanweisung in die Gänge eingebracht werden. Grundsätzlich sollte man bei der Bekämpfung Handschuhe tragen. Bei der Gasanwendung ist darauf zu achten, dass man nach vorsichtiger Öffnung der Gänge und Einbringen des gasenden Granulates die Einbringöffnung sorgfältig verschließt, damit das Gas nicht untätig in der Luft verdampft. Zusätzlich möchten wir noch auf die Möglichkeit von Geruchsabwehrstoffen hinweisen. Auch hierzu erhalten Sie weitere Informationen über unser Servicetelefon.

Nachsorge

Um eine erneute Wühlmausbekämpfung zu verhindern, sollte man sich vergewissern, ob ein Zulauf von Nachbargrundstücken stattfinden kann. Wenn dem so ist, kann man sein Grundstück durch Einbringen eines Drahtzaunes senkrecht bis zu einem Meter tief in die Erde schützen. Außerdem besteht die Möglichkeit bei einer Neuanlegung der Rasenflächen ein Maulwurf- bzw. Wühlmausflies einzubringen. Nähere Informationen erhalten Sie über unser Servicetelefon.