Mäuse

Aussehen

Die Maus ist ein Nagetier aus der Gattung der “Mäuseartigen”. Die sogenannte Hausmaus (Mus musculus) aus der Gruppe der Altweltmäuse (Murinae) zählt als Schädling. Die Hausmaus hat eine Körperlänge von unter zwölf Zentimetern und eine Schwanzlänge von sieben bis zehn Zentimetern. Das Fell der Nagetiere ist gräulich bis braungrau. Der Schwanz ist nackt und besitzt keine oder nur sehr wenige Haare. Die Augen und Ohren sind relativ groß. Die Tiere wiegen durchschnittlich zwischen 20 und 30 Gramm.

Lebensweise

Mäuse sind vorrangig nachtaktiv und legen in dieser Zeit Nahrungsvorräte an. In abgedunkelten Räumen können sie allerdings auch tagsüber beobachtet werden. Bei Frost oder Futterknappheit fallen die Tiere in ein Torpor, einen physiologischen Erstarrungszustand, in welchem sie länger überleben können. Hausmäuse haben ein sehr ausgereiftes Sozialverhalten und kommunizieren über Betasten, Geruch und Ultraschall. Sie leben in kleinen hierarchischen Familienverbänden mit einem Männchen, mehreren Weibchen und einigen Jungtieren.
Die Hausmaus gräbt ihre Baue an flachen Stellen, unter Steinen oder Wurzeln. Das Gangsystem ist einfach. Die Größe des Baus richtet sich nach der Außentemperatur. Je kälter es ist, umso tiefer wird der Bau gegraben. Hausmäuse sind Allesfresser, bevorzugen aber pflanzliche Lebensmittel. Eine Hausmaus lebt in der freien Natur drei bis vier Monate. Im Haus kann der Nager ein bis zwei Jahre überleben.

Vorkommen

Die Hausmaus kommt ursprünglich aus den Steppen Zentralasiens. Durch die Schifffahrt wurde sie weltweit verbreitet. Um sich an die neuen Lebensbedingungen anzupassen, haben sich viele Unterarten gebildet. Hausmäuse bevorzugen flache Stellen zum Graben eines Baus, allerdings können sie sich auch in Häuser einnisten. Besonders im Winter verlassen Hausmäuse oft ihre Baue und verbringen die kalten Monate in Wirtschaftshäusern, Ställen, Bauernhöfen, Lagerhäusern oder auch einfachen Familienhäusern. Beim Befall eines Hauses sind oft alle Teile betroffen. Die Mäuse verstecken sich beispielsweise in Kabelkanälen, Hohlwänden oder Maschinen.

Wie schützt man sich vor einem Befall?

Der einfachste und nachhaltigste Schutz vor Mäusen ist eine Katze. Allerdings ist es nicht jedem Haushalt möglich, eine Katze aufzunehmen. Es gibt keinen hundertprozentigen natürlichen Schutz gegen Mäuse. Die Nagetiere sind schlau und wenn es die Bedingungen zulassen, werden sie einen Weg in den Haushalt oder den Garten finden. Dennoch gibt es einige vorbeugende Maßnahmen, die das Risiko minimieren. Löcher im Mauerwerk sind beliebte Eintrittspunkte der Nager und sollten möglichst verschlossen werden. Zudem sollten Nahrungsmittel nicht offen herumliegen. Der Geruch von Nahrungsmitteln kann die Mäuse anlocken.

Welche Probleme verursachen Mäuse?

Hausmäuse vergehen sich an Lebensmittelvorräten und verunreinigen diese durch Anknabbern und Kot. Zudem beißen sie Kabel durch und knabbern Möbel, Tapete und sonstige Gegenstände an, wodurch diese an Wert verlieren. Außerdem sind Mäuse Krankheitsüberträger. Hausmäuse können Typhus, Salmonellen oder die
Weil’sche Krankheit übertragen.

Wie kann man Mäuse bekämpfen?

Da sich Mäuse tagsüber verstecken und nicht auffindbar sind, ist es schwer, Mäuse zu bekämpfen. Mechanische oder auf Gift basierende Mäusefallen können Mäuse zwar bekämpfen, allerdings dämmen diese das Problem eher ein und lösen es nicht komplett. Um Mäuse zu bekämpfen, sollte bei größeren Populationen auf jeden Fall der Fachmann befragt werden. Dieser hat die Expertise und die fachgerechte Ausrüstung, um den Schädling zu entfernen.