Bettwanzen

Aussehen

Die Bettwanze (Cimex lectularius) erreicht eine Körpergröße von vier bis sechs Millimetern. Sie ist von rostroter bis dunkelbrauner Farbe. Sie hat sechs Beine und ein Paar Fühler, welche gelblich gefärbt sind. Der Körper der Tiere ist mit einem dichten Fell bedeckt und abgeflacht. Bettwanzen haben zwar kleine Flügel, können jedoch nicht fliegen.

Lebensweise

Bettwanzen scheuen das Sonnenlicht und sind ausschließlich nachtaktiv. Sie leben parasitär vom Blut ihrer Opfer. Zu diesen zählen Vögel und Säugetiere, was den Menschen mit einschließt. Vor allem in den frühen Morgenstunden sind die Bettwanzen aktiv. Sie befallen ihre Opfer im Abstand von drei bis sieben Tagen.
In Abhängigkeit von den äußeren Umständen kann eine weibliche Bettwanze bis zu 500 Eier legen. Ein Weibchen legt täglich drei bis fünf Eier in Möbelritzen, an Kleidung oder Gardinen.
Die Entwicklung der Larven dauert etwa zwei Monate, kann sich aber bei ausreichender Nahrung und entsprechenden Temperaturen auf vier Wochen verkürzen. Bettwanzen durchleben kein Puppenstadium, wie es bei Käfern oder Schmetterlingen der Fall ist. Bettwanzen haben eine Lebenserwartung von zirka einem Jahr und können mehrere Monate ohne Nahrung überleben.

Vorkommen

Bettwanzen bevorzugen warme Temperaturen. Kälte vertragen sie nicht und können dieser nur eine kurze Zeit trotzen. Daher wird angenommen, dass diese Parasiten aus tropischen Regionen stammen. Mittlerweile kann man ihren Lebensraum kaum noch einschränken: Wo Menschen sind, sind auch Bettwanzen. In Mitteleuropa beschränkt sich ihr Lebensraum auf menschliche Wohnungen und Hühnerställe. Forscher fanden schon im frühen 20. Jahrhundert heraus, dass Bettwanzen ursprünglich von Vögeln verbreitet wurden.

Wie schützt man sich vor einem Befall?

Vor allem in Hotels treten Bettwanzen auf. Daher sollte ein Hotelbett immer genau gemustert werden, bevor man sich darin zur Nacht bettet. Einen Bettwanzenbefall erkennt man an kleinsten Bluttröpfchen oder auch Kotpünktchen auf der Matratze. Wichtig ist es zudem, schmutzige Kleidung nach einer Reise in einem geschlossenen Behältnis zu transportieren. Bettwanzen reisen oft unbemerkt als blinde Passagiere im Gepäck mit. So können sie in private Haushalte eingeschleppt werden. Außerdem sollte die Bettwäsche regelmäßig gewechselt werden, da Bettwanzen von Gerüchen und Wärme angezogen werden. Einen hundertprozentigen Schutz vor den Parasiten gibt es allerdings nicht.

Welche Probleme verursachen Bettwanzen?

Der Stich von einer Bettwanze bleibt oft unbemerkt, da dies meist geschieht, wenn das Opfer schläft. Meist äußern sich die Beschwerden erst später durch ein unangenehmes Jucken der Haut.
Bettwanzen stechen nicht nur einmal zu, da sie Blutgefäße nicht genau lokalisieren können. Charakteristisch für Bettwanzen ist daher eine Reihe kleiner Stiche, die je nach Empfindlichkeit einer Person anschwellen können.
Es ist nicht nachgewiesen, ob Bettwanzen Krankheiten übertragen. Dennoch stellen sie einen Hygienemangel dar, welcher den Wert einer Immobilie erheblich senken kann.
Oft wird der Bettwanzenbefall erst erkannt, wenn die Population bereits auf eine hohe Anzahl von Tieren angestiegen ist.

Mit welchen Methoden kann man Bettwanzen bekämpfen?

Es ist nahezu unmöglich als Laie Bettwanzen zu bekämpfen. Daher muss unbedingt ein Fachmann hinzugezogen werden, wenn ein Befall vorliegt.
Der selbstständige Einsatz von Pestiziden schadet nicht nur der Gesundheit, sondern ist auch nicht effektiv gegen Bettwanzen.
Viele Chemikalien sind zudem in Deutschland verboten. Ein Fachmann ist sich der Rechtslage bewusst, bringt die nötige Berufserfahrung mit und ist qualifiziert, um Bettwanzen zu bekämpfen.